Brückenverschub an der A 10

Im Zuge des achtstreifigen Ausbaus der A 10 steht in diesen Tagen ein ingenieurtechnischer Meilenstein an: Die DEGES schiebt mittels eines aufwendigen Verfahrens den nördlichen Teil einer neuen Eisenbahnbrücke über die A 10 bei Michendorf in Position. Vorher wird die jetzige Schienenstrecke in diesem Bereich mitsamt des darunterliegenden Bahndamms und der Oberleitungen zurückgebaut.

Der Grund für den Neubau: Unter der derzeitigen Eisenbahnüberführung ist nicht genügend Platz für die geplanten acht Fahrspuren. Unter der neuen Brücke wird nach Fertigstellung die nördliche Richtungsfahrbahn der A 10 verlaufen.

Das Bauwerk besteht aus zwei einzelnen Überbauten, die in den vergangenen Monaten neben ihrem späteren Standort errichtet wurden und am 27. und 28. Mai in ihre endgültige Position geschoben werden. Für diese Aufgabe mit ihren umfangreichen Vor- und Nacharbeiten hat die Deutsche Bahn eine Sperrpause zwischen dem 19. Mai und dem 5. Juni genehmigt, in der rund um die Uhr gearbeitet wird. In diesem Zeitraum rollen keine Züge über die insgesamt fünf Gleise.

Da die Arbeiten an der Eisenbahnbrücke nördlich der derzeitigen Fahrbahn der A 10 stattfinden, sind keine Verkehrseinschränkungen geplant.

Die DEGES plant, den südlichen Teil der Eisenbahnüberführung 2019 neu herzustellen. Derzeit läuft unter diesem Teil der Überführung auf sechs Spuren der Verkehr, der dann komplett auf die neu herzustellende Nordfahrbahn verlegt wird.

Nach Abschluss der Arbeiten ist der Brückenverschub in einem Zeitrafferfilm auf YouTube im Schnelldurchgang zu sehen.