B 96: Bürgerversammlung in Neustrelitz

Die DEGES und die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern haben am Donnerstag, 30. November 2017, rund 160 Anwohner und Interessierte zum Stand der Planungen für die Erweiterung der B 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg informiert. Im Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern in Neustrelitz ging es um Themen, die die Linienführung – also den Verlauf der künftigen Straße – betreffen.

Durch den Ausbau soll die B 96 vor allem sicherer und leistungsfähiger werden. Das ist nötig, damit sie das prognostizierte steigende Verkehrsaufkommen bewältigen und ihre Verbindungsfunktion zwischen der A 10 Berliner Ring und der A 20 erfüllen kann.

Die heutige B 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg ist für eine zweistreifige Bundesfernstraße (je ein Fahrstreifen pro Richtung) streckenweise unübersichtlich und bietet wenige Überholmöglichkeiten. Die vorhandenen Ortsdurchfahrten Weisdin und Usadel, die insgesamt acht Einmündungen/Kreuzungen zur Erschließung regionaler Ziele und der direkte Anschluss zahlreicher Grundstücks-, Acker- und Forstzufahrten führen an vielen Stellen zu Geschwindigkeitsreduzierungen und damit zu einer niedrigen Reisegeschwindigkeit. Diese Faktoren tragen auch zu einer unzureichenden Verkehrssicherheit bei: Entgegen dem Bundestrend weist der Abschnitt steigende Unfallzahlen auf. Zudem werden die Orte Weisdin und Usadel von der B 96 durchschnitten und durch Lärm und Schadstoffe des Durchgangsverkehrs belastet.

Die Vorzugslinie folgt über weite Teile der heutigen B 96. Zum Teil liegt sie direkt auf der bestehenden Trasse, zum Teil verläuft sie parallel versetzt dazu – mit zwei Ausnahmen: Die Orte Weisdin und Usadel werden nicht mehr durchquert, sondern erhalten jeweils eine Ortsumfahrung. Auf rund 12 km soll die Strecke dreistreifig mit Überholfahrstreifen ausgebaut werden. In diesen Bereichen steht beiden Fahrtrichtungen abwechselnd ein zusätzlicher Überholfahrstreifen zur Verfügung. Die restlichen 8 km soll die Strecke zweistreifig aus- bzw. neugebaut werden, also je ein Fahrstreifen pro Richtung ohne zusätzliche Überholspur. Dies betrifft Bereiche, in denen eine breitere Straße aus ökologischen Gründen nicht in Frage kommt.

Anfang 2018 wird die DEGES das Ergebnis der Vorplanung und die Auswertung der Bürgerinformation mit den eingegangenen Hinweisen und Anregungen gesammelt an das Land Mecklenburg-Vorpommern übergeben, das die weitere Bearbeitung des Projekts übernehmen wird.