B 90n für den Verkehr freigegeben

Birgit Keller, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaats Thüringen, und Gerhard Rühmkorf, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, haben am 20. Dezember 2017 die Bundesstraße 90n zwischen der Anschlussstelle Stadtilm (A 71) und Nahwinden für den Verkehr freigegeben.

Die Verkehrsfreigabe für das von der DEGES verantwortete Vorhaben erfolgte nach gut vierjähriger Bauzeit rund ein halbes Jahr früher als geplant. „Der Wirtschaftsraum und die Menschen in der Region werden von der neuen Strecke erheblich profitieren“, betonte Ministerin Keller. Auch die Lebensqualität in den Ortschaften steigt: Durch die Entlastung der Ortsdurchfahrten von Griesheim, Stadtilm, Marlishausen und Nahwinden reduzieren sich Staus, Lärm und Abgase.

Die B 90n ist knapp 14 Kilometer lang. 2013 wurde mit dem Bau der ersten Brückenbauwerke begonnen. Die Bundesstraße ist zweistreifig, verfügt allerdings in Steigungsstrecken über einen Zusatzfahrstreifen, um das Überholen von Lkw zu ermöglichen. Die Verkehrsbelegung auf der Bundesstraße wird auf bis zu 15.500 Kraftfahrzeuge pro Tag prognostiziert. Die vom Bund getragenen Gesamtkosten belaufen sich auf rund 52,5 Millionen Euro.

Mit der Verkehrsfreigabe wird die bisherige Strecke, die Landesstraße 1048 zwischen Stadtilm und dem Abzweig nach Döllstedt, für den Verkehr gesperrt und zu einem Wirtschaftsweg zurückgebaut. Die Serpentinenstraße über den „Hund“ stellte bislang insbesondere für Lkw ein erhebliches Hindernis dar und galt als Unfallschwerpunkt.