A 7 Ersatzbauwerk Rader Hochbrücke

Bestand

A 7 Rader Hochbrücke Bestand

Visualisierung

A 7 Rader Hochbrücke Visualisierung

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Rader Hochbrücke, Bestand Rader Hochbrücke, Bestand Sicherungsmaßnahmen an den Pfeilerköpfen
 

Allgemeine Projektinformationen

Die Rader Hochbrücke überführt östlich von Rendsburg die Bundesautobahn A 7 über den Nord-Ostsee-Kanal und die Borgstedter Enge. Das knapp 1.500 Meter lange Bauwerk wurde 1972 für den Straßenverkehr freigegeben und spielt eine zentrale Rolle im Verkehr von und nach Dänemark und Skandinavien.

Projektdaten

 Gesamtlänge der Baumaßnahme

ca. 5.300 m

 Gesamtkosten

Kosten für die sechsstreifige Erweiterung werden aktuell ermittelt

 Querschnitt

sechsstreifig (RQ 36)

 Bauwerke

- Rader Hochbrücke (1.500 m)
- Unterführung L 42 Rendsburger Straße
- Unterführung Rader Weg
- Unterführung Weg Dieksredder
- Überführung L 47 Kieler Straße

 Baubeginn

 ab 2023

 Bauzeit

 6 Jahre

 Bauherr

 Bundesrepublik Deutschland

Projektstand

Überprüfungen der Brücke im Jahr 2013 ergaben gravierende Schädigungen an den Pfeilerköpfen, die als Sofortmaßnahme Teilsperrungen für Lkw über 7,5 t sowie die Beschränkung auf einen Fahrstreifen je Fahrtrichtung erforderten. Nach Abschluss der nötigen Instandsetzungsarbeiten konnten diese Beschränkungen größtenteils wieder aufgehoben werden. Es ist von einer verbleibenden Nutzungsdauer bis 2026 auszugehen, sodass ein Ersatzneubau unumgänglich wird.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig-Holstein hat der DEGES im Februar 2015 die Planung und spätere Baudurchführung für die Maßnahme übertragen.

Nach der Projektübernahme hat die DEGES zunächst mit der Grundlagenermittlung begonnen. So wurden eine faunistische Planungsraumanalyse, eine Auswertung der Baugrunddaten, eine Bestandsvermessung sowie eine verkehrstechnische Untersuchung zur Qualität des Verkehrsablaufs durchgeführt.

Für das Vorhaben wird eine Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt, mit der die Auswirkungen auf die Umwelt ermittelt werden. Zur Festlegung des Untersuchungsraumes (die räumliche Ausdehnung) und der Untersuchungstiefe (Inhalte und Umfang der zu untersuchenden Belange) sind Vertreter zuständiger Behörden und anerkannte Naturschutzverbände im sogenannten „Scoping“ beteiligt. Eine gemeinsame Erörterung mit den Beteiligten erfolgte bei einem Scoping-Termin Ende Januar 2016, sodass Untersuchungsraum und -tiefe abgestimmt sind und die notwendigen Arbeiten aufgenommen werden konnten. Kartierungen von Flora und Fauna liefen bis zum Herbst 2016 und werden nun ausgewertet.

Die möglichen technischen Lösungen wurden zunächst in einer Machbarkeitsuntersuchung und im Rahmen der Vorplanung Strecke untersucht und miteinander verglichen. Die Varianten waren einerseits bestandsnahe Ersatzbrücken östlich und westlich der vorhandenen Hochbrücke und außerdem eine Tunnelunterquerung des Nord-Ostsee-Kanals und der Borgstedter Enge. Im Ergebnis dieser Untersuchung ergab die Vorzugsvariante den Bau einer bestandsnahen Ersatzbrücke auf der Ostseite. Dabei wird die erste Brückenhälfte unmittelbar neben der vorhandenen Brücke errichtet, nach Umlage des Verkehrs auf diese neue Brücke wird die alte Brücke abgerissen und an deren Stelle die zweite Brückenhälfte gebaut.

Die Planungen sahen zunächst eine bestandsnahe vierstreifige Wiederherstellung der Rader Hochbrücke vor. Grundlage war eine Verkehrsprognose für das Jahr 2030. Die darin ausgewiesenen Verkehrszahlen hätten mit einem vierstreifigen Querschnitt bewältigt werden können. Die Anfang 2017 veröffentlichten Ergebnisse der bundesweiten Straßenverkehrszählung lagen im Bereich der Rader Hochbrücke jedoch bereits im Bereich der Prognosegrößen, sodass auf deren Basis eine neue Verkehrsuntersuchung beauftragt wurde. Diese ergab, dass nur ein sechsstreifiger Querschnitt ausreichend leistungsfähig ist.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat deshalb mit Datum 11.09.2017 zugestimmt, die Planung der Rader Hochbrücke auf sechs Fahrstreifen umzustellen. Dies bedeutet zugleich einen Ausbau des gesamten Streckenabschnitts zwischen der Anschlussstelle Rendsburg/Büdelsdorf und dem Autobahnkreuz Rendsburg. Der zusätzliche Fahrstreifen pro Richtung wird als Spuraddition bzw. -subtraktion ausgeführt. Die neue Brücke wird insgesamt um 2 m pro Richtungsfahrbahn gegenüber der bisherigen vierstreifigen Planung breiter.

Der Untersuchungsraum für die Umweltverträglichkeitsstudie wird in der weiteren Planung ebenfalls entsprechend erweitert.